Pause? Urlaubsreif?!

Pause? Urlaubsreif?!

Pause? Urlaubsreif?!

Auch wir Janbecks brauchen mal ne Auszeit…und da wir häufig gefragt werden „wie und wo“ verrate ich das mal hier:

Deutschland entdecken? Freunde treffen? Was geht denn besser zusammen? Und natürlich mit dem Elektroauto. Als alte Hasen kein Problem und heutzutage sowieso nicht.

Irgendwie und irgendwann sind wir auf die Idee gekommen Richtung Erfurt zum Start der Wave zu fahren. Die Wave, oder besser die Wavetrophy, waren wir drei mal mitgefahren. 2015 mit der Demo vor dem Bundeskanzleramt, 2016 mit den Klimakarten unterwegs der Kinder aus Schleswig Holstein zur UNO nach Genf und 2017 um die Grand Tour Route in der Schweiz „elektrisch einzuweihen“.

Der Unterschied zur jetzigen Wave ist die doch etwas politische Motivation und die Aufgaben, die man bei der Wavetrophy unterwegs hat und die bei der Wave als rein elektrische Ausfahrt fehlen. Macht ja nichts, dafür findet die elektrische Reise jetzt öfters in tolle Gegenden statt.

Das nur zur Erklärung.

Also schmiedeten wir Pläne mit ein paar Freunden uns dort in Erfurt mit anderen EFahrern zu treffen.

Wir zwei Nordlichter wollten jedoch noch mehr:

Den Hainich und die Biobetten Manufaktur besuchen. Schaun, wo unsere neuen Biobetten herkommen. Dann noch Naumburg und einen Termin in Hannover auf dem Rückweg. Wenn schon, denn schon! Gegend entdecken.

Ganz schön viel für 5 Tage.

Wie immer fahren wir rein elektrisch und wie immer ist die erste Station der Bäck-and-drive von der Braaker Mühle. Hier gibt es einen Supercharger zum Laden. Aber nicht nur das: auf vielen Reisen habe ich gelernt, dass ich mich nicht mehr darüber ärgere, dass es unterwegs an den Ladestationen so schauderhaftes Essen gibt. Ab 5.55h gibt es  hier ein sehr leckeres Biofrühstück. Yummy. Und das Auto bekam den Strom ganz nebenbei.

Nächste Ladestation Rhüden, Käffchen und dann weiter ab von der Autobahn am Harz entlang.

Hübsche Städtchen, wunderschöne Fachwerkbauten und ein kleiner Stopp zum Spazieren in Bad Lauterberg. Hier hatte ich etwa 10 Jahre zuvor eine Ausbildung  zum Kneipp Gesundheitstrainer gemacht. Zumindets einen Teil. Im Kurpark gab´s dann erstmal ein schönes Armbad- herrlich erfrischend. „Kneipps Tasse Kaffee“ wie wir in der Ausbildung immer gesagt haben.

Armbad

Gut für ein Armbad nach Kneipp

 

 

Weiter elektrisch durch den Harz Richtung Thüringen.

Immer wieder mußten wir zum Staunen anhalten, so schön ist die Landschaft. Und sie erinnerte mich schwer an meine alte Heimat Hessen. Überall am Wegesrand gibt es Obstbäume. So, wie ich es kenne damit die Menschen keinen Hunger leiden.

Der Hainich war das nächste Ziel. Ein riesiger Buchenwald, der zum Nationalpark gehört und Weltnaturerbe ist. 

Auto an der Ladestation abgestellt, mit Luca eingecheckt, Eintrittskarte und los….

Gleich am Eingangstor ein verwunschener See. Ganz grün voll Entengrütze. Ein Wunder, das keine Elfe aus dem Gebüsch kam. Wie im Märchen.

Und über uns das schöne grüne Blätterdaches des Laubwaldes. Beeindruckend. Ruhe gebend, Regenschirm vor dem leichten Regen. Auf dem Weg zum eigentlichen Baumwipfelpfad gabs viele sehr anschauliche Darstellungen und Erklärungen über die größten Bäume.

Imposant

Anschauliche Darstellung der riesigen Außmaße

 

Auf ging’s. Stufen erklimmend. Hinauf in die Bäume. Schritt für Schritt. Ruhe suchend. Langsam immer weiter hinauf. Erklärungen lesend. Neugierig. Erkundend. Ausprobierend. Gelassenheit findend. 

231 Stufen bis in die Baumwipfel

 

 

Oben angekommen ein fantastischer Ausblick über ein Meer von grün.

Ein Meer aus grünem Blätterdach

 

Nach zwei Stunden Naturgenuss gingen wir langsam abwärts und weil wir noch nicht genug vom Wald hatten nahmen wir die Waldpromenade. Noch ein bisschen Waldbaden.

Ich verrate hier mal nicht was einen da erwartet, weil es einfach so schön und überraschend ist. Das darf jeder für sich erkunden. Für mich gab es eine Menge Ideen für unsere Wildnis.

On verra. (auf deutsch: man wird sehen)

Waldbaden

Uta und Stephan Janbeck im Hainich

 

 

Noch den dazugehörigen Kinderspielplatz erkunden und weiter ging’s zum Hotel.

Wenn man denkt man ist verkehrt, ist man gerade richtig.

Wilhelmsglücksbrunn, der Name allein hatte mich angesprochen. Es liegt gefühlt mitten im Nirgendwo. Eine schöne nachhaltig sanierte Hofanlage mit Biohotel und Restaurant.

Leider ohne Ladesäule. Egal. Auto war reichlich voll, sodaß wir am nächsten Tag gut noch Erfurt kommen sollten. Vorher aber noch ein nettes Frühstück mit anderen EFahrern aus Nordfriesland. Herrlich. Mitten im Nirgendwo nette Gleichgesinnte treffen. Das macht einfach Spaß. Wir waren glaube ich die ersten, die gefrühstückt haben und die letzten, die gegangen sind. Der Austausch war einfach inspirierend.

Weiter über die Dörfer juckeln. Ahnen, was sich hinter den verschlossenen und abweisenden Hoftoren verbirgt. Vieles sah grau in grau aus. Aber es gab sie auch die hübschen Fachwerkhäuser.

In Erfurt steuerten wir als erstes die Ladesäule an. Ein kurzes Hallo mit Käffchen bei einem bekannten Optiker. Auch er war natürlich…..EFahrer. Dann ab zum Treffpunkt mit unseren Schweizer Freunden, Monika und Jean Pierre, die wir seit der WAVE ins Herz geschlossen haben. Mittlerweile ist es zur Regel geworden, dass wir uns irgendwie und irgendwo einmal im Jahr sehen. Viel gabs zu erzählen bei Kaffee und Kuchen und auch bei Erkunden von Erfurts wunderschöner Innenstadt. All die vielen hübschen Häuser. Die Gassen. Die Baustellen. Die Lädchen

Kleiner Plausch im Café unter Teilnehmern der Wave

Fachsimpeln an der Baustelle

Wiedersehensfreude

Ab zum ersten Treffen mit den Emobilisten. Auf dem Platz der TEAG war schon alles aufgebaut langsam trudelten alle ein.  Unsere Freunde Andrea und Frank aus Plauen kamen gleich mit einem Fernsehteam im Gepäck. Das begleitete sie schon eine ganze Weile durch das Jahr und sollte ihre Stationen als EFahrer im Jahr begleiten. Bin gespannt auf den Bericht dann im nächsten Jahr. 

Freuden der Wave

 

Irgendwann kam Louis. Es gab wie immer ein Briefing. Die Teilnehmer der WAVE bekamen ihre Nummern. Alles wie immer. Wavefeeling war wieder da.

Abends gabs dann noch eine geführte Besichtigung durch Erfurt und ein gemütliches Beisammensein in unserem Hotel.

Aufreihen bei der Wave in Erfurt

 

Am nächsten Morgen ging es nach einem CoronaConformen Frühstück los: erst sammeln, das obligatorische Lunchpaket einpacken, Fragen der Journalisten beantworten….und schon wurde die Startflagge geschwenkt, auch für uns Begleitfahrzeuge.

Ein paar Drehaufnahmen noch fürs Fernsehteam und dann weiter Richtung Tschechei.

Wir hatten da Mittag bestellt und kamen wegen einem kleinen Umweg dann etwas kurz vor knapp im Lokal an. Die Gruppe war schon zur Stadführung, so machten wir uns bald wie geplant auf den Rückweg. Geführt von Frank ging es durch die wunderschönen Laubwälder.Elektrisch durch die Laubwälder

So ging’s dann zur Jugendherberge Taltitz, wunderschön gelegen. Wir hatten eine sehr gute Zeit zusammen in Plauen und der Gegend, wo unsere Freundschaft begann.

Am nächsten Morgen trennten sich dann unsere Wege. Aber vorher noch ein Muß: die Gölztschtalbrücke! Die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Bauzeit von 1846-1851, 78m hoch, 574m lang, über 26 Millionen Ziegel wurden verbaut.

Ein Kunstwerk aus Backsteinen

Wir Nordlichter starteten unseren Weg Richtung Biobett Manufaktur, aber nicht ohne im schönen mittelalterlichen Ort noch die Uta im Naumburger Dom zu besichtigen. Natürlich muß ich auch meine Namensgeberin besuchen, wenn ich in der Nähe bin. Lange genug hatte ich mir das im Unterricht anhören müssen. Ihre Geschichte und die Darstellung ist einfach beeindruckend. Übrigens hat sie sogar Walt Disney als Vorlage gedient.

Stifterfiguren

 

Da hier in Naumburg die Ladesäule nicht funktionierte mußten wir noch einen kleinen Zwischenstopp einlegen und hatten dabei die 15 Minuten Ladezeit ein amüsantes Programm. Da hatten so einige Probleme mit einem zu kurzen Benzinschlauch. Schon etwas skuril, wenn die Telsa Ladeinfrastruktur so dicht an den Tanksäulen ist.

 

Also wieder ab in den Thüringer Wald

Über die Dörfer ging’s nach Urbach, Menteroda.

Wir wurden in der Biobett Manufaktur von Peter und Silke Grube schon erwartet. Es war gleich wie mit Freunden. Klasse. Das ist schon etwas Besonderes an einen Ort zu kommen, wo man sich versteht, wo man Themen hat zum Reden, wo man das Gefühl hat sich gegenseitig zu helfen und weiterzubringen. Na klar mußten wir die Werkstatt und den Ort besichtigen…und natürlich auch die ganzen Projekte, die Peter in der Pipeline hat. Puh, dagegen ist unsere Baustelle ein Klacks.

Fachsimpelei am Fachwerkhaus

Klemmzwingen in der Tischlerei

Ein gemütlicher Abend, eine gute Nacht in der Ausstellung der Biobetten Manufaktur und ein gutes Frühstück. „Ihr macht das genau andersrum“ lachte Silke. Normalerweise schläft man erst in der Ausstellung, dann gibts Frühstück und dann wird gekauft.

Macht nix. Auch so rum wars nett. Wir haben einige Pläne geschmiedet für unsere Zusammenarbeit. So mag ich Netzwerke und Geschäftsbeziehungen….und die nächsten Betten bestelle ich bestimmt auch bald. Schließlich sagen alle Gäste, sie schlafen bei uns da so gut drin.

…und wir taten das auch.

In der Ausstellung

Vollgeladen ging es dann am nächsten Morgen weiter. Ist ja mit nem roten Starkstromstecker sowieso kein Problem. Den hat ja eigentlich jeder Handwerksbetrieb.

Nochmal in Rhüden laden und dann nach Hannover. Leider über die Autobahn. Von Baustelle zu Baustelle. Nervig. Eigentlich haben wir doch schon ein Tempolimit in Deutschland. Wieso also die Aufregung? Ohne Baustelle und ohne Raserei ginge es prima.

Die große Stadt hatte uns schnell gefangen: viele Menschen, eigentlich Platz, aber jeder scheint genervt, Müll überall….ich kann dem nichts abgewinnen und möchte einfach immer nur weg.

Überall liegt Müll rum

 

Zurück in den Norden wieder bei der Biobäckerei vorbei. Diesmal zum Abendessen.

Ach und schon wieder mit TV. Markt im Dritten wollte wissen, was wohl zum Abend mit den ganzen Resten in der Bäckerei passiert? Wer weiß es?

So, das war jetzt unsere kleine Auszeit. Mit Netzwerken, elektrisch reisen, Freunde treffen  und immer vereint mit dem Gedanken: Zukunft braucht kein Zögern.

Wir sind sehr dankbar, dass wir das so erleben können, was ja nur durch den Fall der Mauer möglich geworden ist. Auch wenn uns unterwegs manches befremdlich vorkam, wir fahren wieder den „Osten“ erkunden. Neugierig auf Menschen, die Städtchen und die Landschaft sind wir jedenfalls.

Also „auf bald“

Uta

P.S.: Nach dieser Tour schwelgte ich so in schönen Momenten, dass es sich am nächsten Tag noch wie Urlaub anfühlte. Trotz der vielen Termine. Man reist elektrisch eben anders.

 

Warum ich blogge…?

Warum ich blogge…?

Ihr wollt wissen, warum ich blogge? Kann man das überhaupt bloggen nennen?

Ich schreibe hier über EMobilität und Nachhaltigkeit in Janbeck*s FAIRhaus und das kam so…

Vor etwa 6 Jahren habe ich damit angefangen in gleich 2 Blogs: elektrisch unterwegs und oekoblog. Warum?

Meine alte Homepage funktionierte nicht so, dass ich sie schnell bedienen und ändern konnte. Ich wollte aber gerne aktuelle Texte schreiben, über das, was bei uns passiert, unser ökologisches Konzept besser erklären….

Ich wollte auch mal aufschreiben, wie das so ist, elektrisch unterwegs zu sein. Mal aus Sicht einer Frau, denn die Blogs, die es damals gab, waren meist von Männern und sehr technisch geschrieben.

Irgendwie haben Frauen da doch ganz andere Anforderungen an ihr Vehicle: Einkäufe, Kinder, die Oma, alles muss gut reingehen und in Parklücken muss es gut passen. Schnittig und spritzig darf es natürlich auch gerne sein…..

Anlass zum Bloggen war aber eigentlich eine Rallye, bei der wir mitfahren wollten.

Ich hab mich früher nie für Autos interessiert.

Erst die Auseinandersetzung mit Klimawandel, der Gewinnung von fossilen Brennstoffen und die damit verbundene Umweltprobleme und letztendlich unser altes Auto, was im wahrsten Sinne des Wortes dabei war auseinander zu fallen , machte die Auseinandersetzung mit einer anderen Art der Fortbewegung nötig. Fanden wir jedenfalls für uns.

Also: EAuto am Wochenende ausgeliehen und schon war es passiert. Infiziert.

Unser erstes eigenes EAuto kam dann auf einem riesigen Autotransporter direkt vor die Haustür. das war im August 2014 und ist noch eine ganz andere Geschichte für sich.

So, was macht man denn, wenn man sich auf neues Terrain begibt? Man liest, lernt und sucht Gleichgesinnte zum Austausch.

Kein Problem, da gab und gibt es reichlich zum Thema EMobilität, wenn man sich mal in den einschlägigen Foren informiert.

Vom Workshop bis zu Treffen und Ausfahrten, alles dabei.

…und so kamen wir auf diese Rallye.

Die größte Rallye der Welt mit Elektroautos: WAVEtrophy .

WAVE steht für World Advanced Vehicle Expedition. Initiiert von Louis Palmer, der mit seinem Solar Taxi dreimal die Welt umrundet hat. Dazu gibt es bei YouTube einen Film.

Ich war beeindruckt von seiner Geschichte.

Auch die Geschichte des EV- 1 von General Motors liess mich nicht los: von Elektroautos, die jetzt in der Wüste Nevada verrotten, weil man es in den 1990ern nicht gut fand, dass Menschen sich für das Thema begeistern. Bei YouTube gibt es einen Film darüber- Warum das Elektroauto sterben mußte.

Es gab also schon immer Ansätze nach alternativen Antrieben zu suchen und sie alltagstauglich umzusetzen…und es zu verhindern.

Ich glaube, ich hatte in der Schule in den 70er zu viele Lehrer, die mich inspiriert hatten nach Alternativen zu suchen. Vom Physik Lehrer, der mit seinem EBil zur Schule kam, bis zur Biolehererin, die sich für fair gehandelten Kaffee und später UNESCO Projekt Schule einsetzte.

Mitmachen bei dieser Rallye konnte man nur, wenn man:

  • ein Team aus mindestens 2 Personen bildete,

  • einen Fahrer benannte, der nicht gewechselt werden sollte,

  • ein Elektroauto-logischerweise- fährt,

  • eine eigene Energieerzeugung aus Solar z.B. besitzt, mit der nachweislich soviel Energie erzeugt wurde, wie wir in der Zeit verfahren würden.

Allein unsere Anreise waren schon 780km bis Plauen. Eine kleine Herausforderung, wie vieles bei der Tour.

Hybridfahrzeuge hätten mitfahren können, das trauten sich nur die Twikes. Twikes sind eigentlich Hybridfahrzeuge, weil mit Muskelkraft und elektrisch betrieben. Ein Tank bei den anderen Hybriden mit fossilem Treibstoff wäre verplombt worden…

Saftey First gilt und galt immer!

Deswegen sollte pro Person eine Thermosflasche mit Wasser und ein Schlafsack (neben der normalen Sicherheitsausrüstung ) mitgeführt werden

Ein Handy war nötig- zur Kommunikation und finden des Weges (es wurde nach Koordinaten gefahren).

Außerdem mußte jeder unterschreiben, dass man sich an die Regularien hält (klar, oder? )

In den Städten, die auf der Tour besucht werden sollten, sollte man 1 Stunde am Auto bleiben (das wurde in der Zeit geladen) um den Menschen Rede und Antwort zu stehen.

In den Schulen, die wir besuchten sollten wir in 1 Minute, die Schüler für uns begeistern- egal wie, nur nicht zu technisch

….pünktilch mußten wir immer sein, sonst durften wir nicht in den Schulen präsentieren

…wir haben Geschicklichkeitsspiel mit dem Auto gemacht

….Wissensquiz zum Thema erneuerbare Energien

…und für all das gab es dann Punkte für die Rallyeauswertung am Ende.

…und man sollte über die Tour bloggen, dafür gab es auch Punkte.

Da haben wir es: der Part blieb an mir, dem Kopiloten, hängen.

Also los:

Eine Tour von Plauen über Berlin nach Bern. Das war unsere erste große Tour im Juni 2015.

Rein elektrisch mit etwa 90 Teams aus 17 Nationen.

Wir wollten zeigen , dass es geht rein elektrisch zu reisen.

Allein unsere Anreise aus dem Norden waren schon 780km bis Plauen. Von der Ostsee in die Alpen.

Damals eine kleine Herausforderung, wie vieles bei der Tour.

Aber zurück zum Bloggen. Nun ist bloggen für mich mehr als bei Facebook (den Kanal brauchten wir auch noch) etwas zu posten. Bei so vielen Eindrücken aber nicht so einfach….

Es erwies sich dann als ganz schön schwierig. Wenn man eine Woche lang jeden Tag dieses Pensum von Strecken, Sehenswürdigkeiten, Vorträgen, Städten und Menschen von morgens bis spät abends hat. Und wenn man dann versucht abends im Quartier Texte zu schreiben. Louis hatte uns gewarnt.Wenn etwa gefühlt 100 andere Menschen – auch Journalisten, die uns aus fernen Ländern begleitet haben- viele Daten losschicken wird es schwierig. Außerdem setzten uns die klimatischen Verhältnissen, die für uns Flachlandtiroler in den Schweizer Alpen ja doch etwas anders und anstrengend sind, etwas zu.

Bei der ersten von drei Rallyes, die wir mitgefahren sind, habe ich dann am vierten Tag kapituliert und nur noch bei FB gepostet. Das war in Deutschland 2015 auch so schon eine Herausforderung für sich mit den ewigen Funklöchern….und viel hat sich da nicht geändert. Wenn man Tesla fährt sieht man das deutlich, weil die Karte vom Navi zusammenbricht.

Viel hat sich seitdem für uns geändert.

Rallyes fahren wir zur Zeit nicht mehr.

Die Erfahrungen der WAVE möchten wir nicht missen. Wir haben viele tolle Leute dabei kennengelernt, wunderschöne Landschaften gesehen, Freunde gefunden und viel erlebt. Wir haben Zugang zu Institutionen bekommen, die wir sonst nie gesehen häten. Viel haben wir gelernt. Wir haben Statements bezogen und uns politisch eingebracht.

EMobilität, das läuft jetzt auch ohne uns…

…Statements beziehen und uns politisch einbringen tun wir immer noch.

Warum ich trotzdem noch blogge ?

Ich schreibe von dem, was wir machen, was hier in Janbeck*s FAIRhaus los ist , wie das bei uns mit der Nachhaltigkeit ist und was wir schon wieder planen. Darüber schreibe ich hier immer noch. Ich nehme meine Gäste und alle, die es interessiert, mit hinter die Kulissen unseres Betriebes. Ein Hotelblog? Na, ja. Aber gibt es denn eine bessere Möglichkeit authentisch zu sein?

Auswerten tue ich das nicht wirklich.

Ich bekomme aber öfters erzählt oder werde gefragt zu Themen, die ich nur auf dem Blog veröffentliche. Also wird es gelesen.

Für mich ist der Vorteil, dass ich so gut mit Interessierten ins Gespräch komme und nicht so viel erklären muß.

Ob das nun antiquarisch, richtig, oder falsch ist, zu wenig gelesen oder sonst was…

…es ist mir egal.

Die Frage, warum ich blogge, stellt sich irgendwie für mich nicht. Ich schreibe, weil ich Lust dazu habe. Weil ich erlebtes verarbeiten will. An der Regelmäßigkeit werde ich noch üben.

Vielleicht schreibe ich ja auch mal ein Buch. Eine Idee und Geschichten dazu hätte ich viele. Ob ich das dann veröffentliche- egal.

On verra.

Und für wen Buchstaben nicht das Richtige sind, einfach mal in unseren Youtube Kanal schauen, den ich gerade aufbaue. Hier möchte ich kleine Erklärvideos drehen zu unserem Konzept etc.

Und Ihr? Wie seht Ihr das mit dem Bloggen?

Dies war übrigens ein Beitrag zu einer sogenannten Blogparade, zu der Meike Leopold aufgerufen hatte.

Bei einer Blogparade darf jeder mal zu einem bestimmten Thema schreiben, und hier war es :

Warum bloggst Du? Bloggen ist doch Schnee von gestern! Mal ganz platt gesprochen.

Ich geh jetzt Schnee fegen,

Viele Grüße,

Uta